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22.11.2024 - 07.12.2024
Vernissage: 21.11.2024
Ausstellungsdauer: 22.11.2024 - 07.12.2024
Künstlerin : Katharina Neuwirth
Kuratorin: Ewa Zasada
Galerie Neuwirth präsentiert die Ausstellung ZUCKERFREI, ein Blick auf das Leben ohne Zuckerguss.
Von Verwandtschaften und Wahlverwandtschaften, Spielfreude und einem stetigen Drang nach Wachstum und Weiterentwicklung erzählt die Entstehungsgeschichte dieser besonderen Kunststätte.
Als Katharina Neuwirth, eine renommierte Fotokünstlerin, im Jahre 2022 beide Eltern innerhalb kurzer Zeit verliert, steht sie vor einem Scheidepunkt. Fallen oder Fliegen, und langsam, sehr langsam nach einer tiefen Nacht der Seele breitet sie ihre Schwingen aus und erhebt sich in die Lüfte, verlässt das sichere Nest der pädagogischen Arbeit, sichtet, sortiert, studiert das künstlerische Vermächtnis ihrer Mutter, der universal talentierten Ingrid Neuwirth, nimmt ihre Polaroidkamera und das Erlebte, schafft neue Fotoserien, mietet Lager und Galerie und schafft einen Raum für alles, was aus dem FF vorhanden ist, FF für Fotokunst von Katharina Neuwirth und Fundus der Werke ihrer Mutter, Ingrid Neuwirth…so weit die Verwandtschaften, von den Wahlverwandtschaften erzählt zum Einen die enge Zusammenarbeit mit ihrer langjährigen Freundin und Künstlerkollegin Ewa Zasada, die Katharina über den gesamten Prozess des Abschiednehmens, Loslassens, Sichtens, Sortierens, Bewertens, Verpackens, Organisierens, Kuratierens, Gestaltens und allen anderen Stationen, die bis zu dieser Eröffnung geführt haben, begleitet hat. Dies als Kollegin und Ausnahmekünstlerin mit dem unverwechselbaren Gefühl für Kunst und ihr Verhältnis zum Raum, und insbesondere als Ihre Freundin und Weggefährtin.
Diese Galerie ist also wie eine große Spielwiese, in der sich die tausend Facetten des Schaffens von Ingrid Neuwirth und die Lust am Spielen und Austoben dieser beiden höchst lebendigen Künstlerinnen treffen und in Dialog treten.
So weit die eine Wahlverwandtschaft, andere sollen folgen. Jede zweite Ausstellung steht im Zeichen der Verbindung und des Dialoges mit ausgewählten Künstler*innen. Playdates sollen regelmäßig zum Spielen, Forschen, Verbinden oder Widersprechen einladen.
Text: Julia Helmke